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Unsere Länderinfos mit freundlicher Unterstützung vom Reisemedizinischen Zentrum
Arktis - Spitzbergen unter Segeln - Thema Gletscher
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(auf dieser Reise ist nur noch 1 Platz frei für weibl. Teilnehmer)
06.-20. September ist der Zeitraum unserer zweiten Spitzbergen-Reise 2012. Zu dieser Zeit weicht der Polarsommer langsam dem Herbst, und anstelle von Sonnenschein rund um die Uhr können wir bei gutem Wetter die schönsten Sonnenauf- und Untergänge genießen – keine Selbst-verständlichkeit kurz unterhalb des Nordpols, in dem die Mitternachtsonne 4 Monate lang den Himmel beherrscht. Zu dieser Zeit bestehen gute Chancen für günstige Eisbe-dingungen, so dass wir planen können, Spitzbergen zu umrunden; im eher unwahrscheinlichen Fall ungünstiger Eisbedingungen werden wir die Zeit ebenso erlebnisreich an der West- und Nordküste Spitzbergens verbringen.
Entscheidend ist, dass wir uns viel Zeit nehmen können, um Spitzbergen in all seiner Vielseitigkeit und Schönheit intensiv zu erleben: Ein bis zwei Landgänge wollen wir täglich machen, und je nach Wetter und Gelegenheit können wir mitunter auch Tageswanderungen unternehmen, um möglichst viel Zeit inmitten der arktischen Natur zu verbringen – Picknick auf der Tundra anstelle von Mittagessen an Bord. Dabei geht es natürlich nicht um Extremtouren, sondern um Tundrawanderungen oder kleine Bergtouren, bei denen wir uns Zeit lassen. Das Naturerlebnis steht im Mittelpunkt und natürlich nicht die sportliche Leistung – anstrengend wird es aber sicher auch hier und da einmal werden.
Unser spezieller Schwerpunkt im September 2012: Gletscher
Viele Gletscher Spitzbergens sind recht arm an Spalten und somit vergleichsweise einfach begehbar. Wer sich zu längeren Touren auf diese Eisströme begibt, mit Eindrücken aus einer völlig anderen Welt belohnt, welche die meisten Spitzbergen-Reisenden nur aus der Distanz sehen. Aber das langsam kriechende Eis der Gletscher und Eiskappen prägt weit über die Hälfte der Landfläche.
Im September sind die tiefer gelegenen Bereiche der Gletscher Spitzbergens normalerweise schneefrei und potentiell gefährliche Hindernisse wie Spalten und Schmelzwasserbäche gut sichtbar. Von technisch anspruchsvollem, gefährlichem Eisgelände werden wir uns fern halten, stattdessen im Rahmen einfacher Touren die Möglichkeit haben, den Gebrauch essentieller Sicherungsmittel zu lernen, wobei zunächst der Gebrauch von Steigeisen im Mittelpunkt steht. Die Grundlagen der Sicherung mit Seil und Gurt werden wir erläutern, demonstrieren und bei Bedarf auch anwenden. Techniken der Spaltenbergung sollen ebenfalls spannendes Thema sein, das wir aber aus einem rein theoretisch motivierten Interesse ansprechen werden!
Schwerpunkt ist natürlich nicht das Erlernen alpiner Techniken für Kletterfreaks, sondern das Erleben einer Landschaft, in der die Eiszeit auch heute noch lebendig ist. Das Eis in all seinen Ausprägungen, Farben und Formen wird uns dabei immer wieder umgeben. Der Blick vom Fjord zum Gletscher ist ein Klassiker aller Polar-Schiffsreisen – wir wollen auch den ganz anderen Eindruck aus der Gegenrichtung. Phänomene wie Moränen aller Art, Spalten und Schmelzwasserbäche wollen wir aus nächster Nähe sehen und verstehen; möglicherweise auch eher bizarre Erscheinungen wie Kryokonitlöcher, Gletschertische und Gletschermühlen bestaunen. (Beispiele unten in der Bildergalerie)
Große Teile unserer mitteleuropäischen Landschaften sind Relikte aus der Eiszeit, deren Entstehung wir in Spitzbergen »live und in Farbe« nachvollziehen können. Hintergründe der Entstehung der Gletscher und der sie begleitenden Erscheinungen wie auch der Zusammenhang von Gletschern und Klima werden Thema von fundierten Vorträgen und Diskussionen während der Reise im September 2012 sein.
Für die Teilnahme an den Gletschertouren besteht natürlich keine Verpflichtung, es wird Alternativangebote für Wanderungen auf »festem Boden« geben. Für die Gletschertouren sind kräftige Wanderstiefel, die mindestens »bedingt steigeisentauglich« sind, Voraussetzung! Wer Schalenbergstiefel und eventuell eigene Steigeisen hat, kann diese natürlich auch verwenden; ansonsten werden Steigeisen und weitere Gletscherausrüstung an Bord gestellt.
Auch bei normalem, sachgemäßem Umgang ist durch den Gebrauch von Steigeisen mit sichtbarem Verschleiß an Wanderstiefeln zu rechnen, gelegentlich auch mit leichter Beschädigung der Hosen. Diese werden dadurch nicht unbrauchbar, aber allzu kleinlich mit optischen Schäden darf man bei Gletschertouren nicht sein.
Die Fahrt ist nichts für Leute, die nur schnell und bequem ein paar große Gletscher und Eisbären sehen, aber keinesfalls einmal kalt und nass werden wollen. Das intensive Erlebnis von Spitzbergen in all seinen Facetten in Kombination mit einem kleinen Segelschiff in altem Stil steht im Vordergrund. Wer Lust hat, kann auch mal am Ruder stehen oder helfen, die Segel zu setzen. Segelerfahrung ist aber nicht erforderlich: Alles passiert unter fachkundiger Anleitung der Mannschaft.
Das erste Schiff, das im Juni 1596 Spitzbergens Gewässer befuhr, war ein niederländisches Segelschiff. Ein solches ist auch der Dreimaster Antigua, mit dem wir 2012 unterwegs sein wollen.
Das Schiff hat auch einen Motor – bei gutem Wind wird gesegelt, aber manchmal wollen wir möglichst schnell irgendwo ankommen, um an Land etwas zu unternehmen, und dann wird die Maschine angeworfen. Tatsächlich sind die Windverhältnisse um Spitzbergen so, dass wir wahrscheinlich relativ oft auf die Maschine zurückgreifen müssen; wer primär das extreme Segelsporterlebnis sucht, wird in Spitzbergens Küstengewässern wohl nicht so recht glücklich werden. Für uns steht das Natur- und Landschaftserlebnis, im September 2012 einschließlich der Gletscher, im Vordergrund: Dieses wird uns wichtiger sein als das hektische »Abhaken« von Sehenswürdigkeiten. Naturkundliche Hintergründe wird es ebenso regelmäßig geben wie Geschichte und Geschichten aus älteren und neuen Zeiten, an der frischen Luft oder gemütlich an Bord, wie es sich anbietet.
Wir wollen die arktische Natur möglichst aktiv erleben und dazu jeden Tag möglichst ein bis zwei mehrstündige Landgänge machen; wenn Wetter und die Umstände es anbieten, werden wir uns auch die Chance zu Tagestouren nicht entgehen lassen, mit Picknick auf der Tundra anstelle von Mittagessen an Bord. Von unseren Teilnehmern erwarten wir ausreichende Geländegängigkeit und Wetterfestigkeit für unsere Touren; wir setzen auch Motivation für das Naturerlebnis in einer kleinen Gruppe mit einem kleinen Schiff und ein Interesse an den Regionen und Hintergründen voraus, das über ein nur oberflächliches hinausgehen sollte.
Und nun die schlechte Nachricht: Die Teilnahme ist nicht kostenfrei. Der Preis liegt bei 3990 Euro von und bis Longyearbyen, also zuzüglich An- und Abreise (Flüge, bei Bedarf Übernachtungen). … viel Geld? Klar, keine Frage. Aber dafür eine Reise, die auch keinen Vergleich zu scheuen braucht. Und vergleichen Sie den Preis pro Tag an Bord doch einmal mit anderen Spitzbergen-Schiffsreisen…
Termine und Preise
Veranstalter
Geographische ReiseGesellschaft
Sporksfeld 93
D-48308 Bösensell
Tel.: 02536 - 34 35 692
info@geo-rg.de
Leistungen
- - 15.-tägige Seereise (14 Übernachtungen) mit dem Segelschiff "Antigua" ab/bis Longyearbyen, Spitzbergen
- - Reiseverlauf um die Hauptinsel Spitzbergens herum (Witterungsbedingte Änderungen und Änderungen durch die Eisverhältnisse sind möglich)
- - Unterbringung in der gebuchten Kabinenkategorie (Doppelkabine, 1/2 Doppelkabine, Einzelkabine)
- - Kabinen mit Dusche/WC
- - Verpflegung inklusive: 3 Mahlzeiten am Tag (an An- und Abreisetag nur Abendessen bzw Frühstück), für Wanderungen werden statt Mahlzeiten an Bord Lunchpakete bereitet
- - Getränke inklusive: Wasser, Tee, Kaffee
- - alle notwendigen Bootstransfers
- - geführte Wanderungen während der Dauer der Seefahrt, im Durchschnitt eine pro Tag (witterungsabhängig)
- - Gestellung von Sicherungsmaterial für Gletscherbegehungen - kompetente deutschsprachige Reiseleitung durch Rolf Stange (Dipl. Geograph) und zwei weitere orts- und gletscherkundige Guides
- - Informationsmaterial zur Reise und zum Reiseziel
- - Vortreffen
Nicht enthaltene Leistungen
- - Die An- und Abreise nach Longyearbyen / Spitzbergen
- - Unterkünfte vor der Abfahrt des Schiffes oder nach Ende der Reise
- - Reiserücktrittskostenversicherung - Reisekrankenversicherung
TeilnehmerInnen
- Max. Teilnehmerzahl: 30
Ihr atmosfair Beitrag
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Arktis entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 1540 kg.
Durch einen freiwilligen Beitrag von 37 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen.
Mehr dazu finden Sie unter www.atmosfair.de
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Reiseleiter
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und noch...
- Unser Schiff, die Antigua
Die Antigua, benannt nach einer Insel in den kleinen Antillen (Karibik), wurde 1957 in Thorne (UK) gebaut und fuhr über viele Jahre hinweg als Fischereischiff, bis sie in den frühen 1990ern in den Niederlanden von Segelschiff-Liebhabern von Grund auf überholt und für die Passagierfahrt fit gemacht und als Barkentine ausgerüstet wurde. Eine Barkentine (oder Schonerbark) zeichnet sich durch drei Masten mit bestimmten Formen der Takelung aus.
Seit dem Umbau hat die Antigua 16 Passagierkabinen für jeweils zwei Gäste. Jede Kabine hat ein eigenes, kleines Bad mit Dusche und Toilette sowie ein kleines Bullauge (bei zwei Kabinen befindet sich dieses im Bad). Die Kabinen sind sicher weniger geräumig als Ihre Wohnung daheim, im Rahmen üblicher Segelschiffstandards können sie sich aber durchaus sehen lassen. Es gibt einen gemütlichen Salon mit Barbereich und einer kleinen Bordbbibliothek, wo alle während der Mahlzeiten sowie für die Vorträge bequem Platz finden. Seit 2009 fährt die Antigua in Spitzbergen. Bei Segelmanövern und an Bord sind gelegentlich helfende Hände Freiwilliger gefragt. Segelerfahrung ist nicht notwendig. Die Mitarbeit ist nicht verpflichtend, regelmäßige Mitarbeit, etwa im Rahmen eines Wachschemas o.ä., gibt es für Passagiere nicht.
Flagge: Niederländisch
Heimathafen: Franeker bei Harlingen
Mannschaft: 7 Personen, überwiegend Deutsche und Niederländer (Kapitän, 2 Steuerleute, 1 Koch sowie Deck und Service. Dazu kommen noch der Fahrtleiter und zwei Guides/Lektoren)
Bordsprache: Die Reise im Juli 2013 wird vollständig deutschsprachig sein.
Die Mannschaft spricht überwiegend deutsch, ansonsten niederländisch oder englisch.
Stromversorgung: 220 V. Steckdosen, wie man sie auch in Deutschland kennt, gibt es im Salon und in den Kabinen (Schweizer sollten sich einen Adapter mitbringen)
Länge: (über alles) 49,50 Meter
Tiefgang: 3,10 Meter
Breite: 7,13 Meter
Segelfläche: 750 m2
Hauptmotor: Cummins 400 PS
Geschwindigkeit: Je nach Wind & Wetter. Normal sind unter Motor 6-7 Knoten.
Bei günstigem Wind geht es unter Segeln schneller.
Bugstrahlruder: Vorhanden
Sicherheitszertifikat: 9336ZZ (niederländisch)
Passagierkabinen: 16 Zweierkabinen, jeweils mit eigener Dusche und Toilette.
Betten Etagenbetten
Matratzenlänge: 2 Meter
Zahlungsmodalitäten
- Höhe der Anzahlung in % des Reisepreises: 20%
- Restzahlung in Tagen vor Reisebeginn: 42 Tage
- Letzte Rücktrittsmöglichkeit durch den Veranstalter: 42
- Bei Reisen mit Linienflügen wird eine Anzahlung von 25% des Reisepreises erhoben.





