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Deutschland - Wandern & Wein - eine vollkommene Harmonie
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Diese Wanderreise wird uns in eine Gegend führen, in der schon seit langer Zeit Spitzenweine der Welt produziert werden und das auch noch in einer unglaublich schönen Landschaft. Hier hat sich die Mosel als ehemaliger Flachlandfluss in ihren weiten Schleifen in das sich hebende Bergland von Eifel und Hunsrück tief eingekerbt.
Am ersten Tag dieser Reise sollte die Anreise nach Ürzig möglichst bis 14 Uhr stattfinden, damit wir nachmittags nach dem Bezug des Quartiers noch Zeit haben zu einer ersten Wanderung durch den Erdener Prälaten. Oberhalb der römischen Kelteranlagen treten hier die Felsen aus den Hängen der Weinberge heraus und reichen bis fast an die Mosel heran. Sehr gut ist hier der Wechsel von dunklem Hunsrückschiefer zu rotem Schiefer und die Faltung der Gesteinsschichten während der Gebirgsbildungsphase zu sehen. Der Klettersteig ist gut gesichert, erfordert aber dennoch Trittsicherheit. Der Ausblick über die Moselschleife, die Weinberge und den Ort Ürzig und Erden ist fantastisch. Nach dem Abendessen in einem nahe gelegenen Restaurant (optional) können wir bei einem Gläschen noch so einiges über den Weinbau an der Mittelmosel erfahren.
2. Tag
Nach dem Frühstück begeben wir uns mit der Bahn nach Ediger-Eller, dem Ausgangspunkt unserer ersten Wanderung. Festes Schuhwerk ist ein Muss, und Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind gute Voraussetzungen, wenn wir uns in Richtung „Todesangst“ in Marsch setzen. Je nach Wanderfreude können wir diesen Punkt ersteigen oder direkt dem Weg durch den Calmont folgen. Der Klettersteig führt durch den steilsten Weinberg Europas. Der Steig ist allerdings gut zu gehen und an den steilsten und ausgesetzen Stellen mit Seilen und Leitern gesichert. Die Aussicht lohnt die Anstrengung! Der Blick schweift über die unter uns liegenden Orte Ediger, Eller und Bremm. Wir sehen von oben die Ruine des Klosters Stuben und genießen den „Vier Seen Blick“. Auf dem Steig hinunter nach Bremm steigen wir wieder hinab und genießen auch von hier an vielen Stellen den Blick auf die perfekte enge Moselschleife und die unglaublich steilen Weinberge. Weiter führt uns der Weg schließlich wieder über die Mosel nach Neef, von wo wir wieder die Bahn nehmen und zurück nach Ürzig fahren. Den Rest des Nachmittages können wir nutzen zu einem weiteren Spaziergang, zum Beispiel durch den „Ürziger Würzgarten“. Abends können wir in einem nahen ehemaligen Kloster essen gehen (optional).
3. Tag
Am heutigen Tag führt uns der Weg zunächst nach Strohn, mitten hinein in die westliche Vulkaneifel. Das Vulkanhaus Strohn bietet sehr anschaulich einen Einblick in die vulkanischen Geschehnisse der jüngeren geologischen Vergangenheit. Hier ist auch der Startpunkt unserer heutigen Wanderung, die dieses mal nicht durch steile Felsen gehen soll. Auf dem Weg liegt die Strohner Vulkanbombe, die Strohner Schweiz, das Pulvermaar, der Römerberg und sogar ein „Märchen“, aber davon später! Nach dieser schönen und ruhigen Wanderung fahren wir kurz weiter in Richtung Schalkenmehren. Von einem oberhalb gelegenen Punkt genießen wir die Aussicht auf das Schalkenmehrener (Doppel-)Maar und den Ort, das Weinfelder Maar und schließlich auch auf das Gmündener Maar. Ein unvergesslicher Rundumblick vom Dronketurm über die kuppige Eifel bis zum Hunsrück ist mit Sicherheit ebenfalls einer der Höhepunkte dieser Reise.
4. Tag
Die heutige Tagesplanung lässt uns morgens ein wenig Zeit. Um 10.50 Uhr besteigen wir schließlich das Schiff, welches uns flussaufwärts nach Bernkastel bringt. Es lohnt sich schon, sich die historisch geprägte Innenstadt anzuschauen und den Ausblick von der Burg Landshut zu genießen. Danach wollen wir aber rasch die Flussseite wechseln, um an dem Ort Lieser vorbei uns in Richtung Paulskirche und Dreifaltigkeit zu bewegen. Dieses fantastisch ruhige weite Tal ist ein vor langer Zeit trocken gefallener Altarm der Mosel, deren ursprünglicher Verlauf im Gelände noch sehr gut zu sehen ist. Auf eigene Gefahr kann jeder Teilnehmer den historischen Aussichtsturm von 1896 besteigen. Der Blick in alle Richtungen lohnt die Mühe. Zurück geht es über Kloster Machern nach Ürzig.
Abends bietet sich ein Besuch des Weinfestes in Zeltingen an.
5. Tag
Nach dem Frühstück fahren wir mit der Bahn nach Cochem, wo an diesem Wochenende alles im Zeichen des Burgfestes steht. Das Fest auf der Reichsburg ist auch unser Ziel . Unzählige Handwerker, Händler, Köche, Ritter und Gaukler bevölkern in historischen Trachten das Burggelände und gehen ihren Betätigungen nach. Ein sehr sehenswertes Spektakel! Wer mag, kann natürlich auch noch an einer Burgführung teilnehmen (optional). Je nach Zeit und Wetter können wir auf dem Rückweg in Bullay aussteigen und eine Wanderung zur Burg Arras unternehmen und dort in dem Restaurant einkehren. Mit der Bahn fahren wir schließlich wieder das kurze Stück zurück nach Ürzig.
6. Tag
Dieses ist leider schon der Abreisetag. Nach dem Frühstück geht es wieder in Richtung Bahnhof.
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