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Türkei - Kervan Yolu
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Quer durch Anatolien führten uralte Karawanenrouten aus dem Innern Asiens zur Mittelmeerküste. In römischer Zeit wurde das anatolische Hochland durch befestigte Fernstraßen erschlossen. Einige dieser längst verfallenen Verkehrswege erlebten im Mittelalter unter den türkischen Rumseldschuken einen glanzvollen Aufschwung. Die Sultane sorgten dafür, dass die Straßen instandgesetzt und neue Steinbrücken gebaut wurden. Außerdem ließen sie systematisch Karawansereien anlegen – ebenso wehrhafte wie prachtvolle Rasthäuser, die den Kaufleuten und ihren Tieren ein sicheres Quartier boten. Wir folgen dem wichtigsten dieser Karawanenwege von der alten Hafenstadt Antalya über die Hochgebirgskette des Taurus zur seldschukischen Hauptstadt Konya und von dort weiter durch die Hochebene nach Kappadokien. Noch heute reihen sich entlang dieser geschichtsträchtigen Route in dichter Folge antike Ruinenstädte, Karawansereien, Moscheen und ehrwürdige Klosteranlagen auf. Von der Mittelmeerküste kommend, überqueren wir unseren ersten Tauruspass zu Fuß auf einer gepflasterten Römerstraße. Weiter oben in den Bergen hat eine zweitägige Wanderung auf historischer Trasse die Ruinen von Adada zum Ziel. Im pisidischen Seengebiet mit dem Egirdir- und dem Beysehirsee genossen schon die Seldschukensultane ihre Sommerfrische. Die Provinzmetropole Konya birgt neben mittelalterlichen Moscheen und Medresen auch das Mutterkloster der „Tanzenden Derwische“ des Mevlevi-Ordens. Das Grab des mystischen Dichters und Ordenspatrons Dschelaladdin Rumi Mevlana ist ein bedeutender Wallfahrtsort. Schließlich erreichen wir die kappadokische Tuffsteinlandschaft mit ihren bizarren Felskegeln, byzantinischen Höhlenkirchen und unterirdischen Städten. Eine Wanderung durch das tief eingeschnittene Ihlaratal führt uns zu einem der spektakulärsten Felsklöster der Region. Mit dem Mutterkonvent der Bektaschi-Derwische in Hacibektas liegt ein weiteres Pilgerziel auf unserer Route.
Diese komfortable Rundreise mit nur wenigen Zeltübernachtungen erfordert keine besondere Kondition. Wir reisen in einem bequemen Kleinbus; nur selten sind längere Fahrstrecken zu bewältigen. Die häufig eingestreuten leichten Wanderungen und die drei etwas anspruchsvolleren Wandertage können auf Wunsch ausgelassen werden. Unsere Unterkünfte sind zumeist kleinere, liebevoll geführte Hotels mit viel Charme.
1.–3. Tag Anreise nach Antalya und Aufstieg ins pisidische Taurusgebirge Flug von Frankfurt und vielen anderen deutschen Flughäfen über Istanbul nach Antalya. Ankunft dort am Abend und Transfer zum Hotel in der Altstadt. Nach einem kurzen Hafenbummel folgen wir am kommenden Morgen der alten Karawanenstraße durch die Antalyaebene in die südlichen Ausläufer des pisidischen Taurus. Unterwegs machen wir Station an der ersten der zahlreichen seldschukischen Karawansereien, die unsere Route markieren. In waldreicher Berglandschaft erkunden wir die Ruinen der antike Stadt Termessos. Unseren ersten Passscheitel im Taurusgebirge überwinden wir zu Fuß auf einer kilometerlang erhaltenen römischen Pflasterstraße. Am Ende des steilen Aufstiegs erwartet uns ein einsames Hochtal, wo wir zwischen Olivenhainen unser Zeltlager aufschlagen. Am 3. Tag geht es höher in die Berge hinauf. Unser Ziel ist hier die eindrucksvoll auf einem kahlen Berggipfel thronende antike Stadt Sagalassos. Gegen Abend erreichen wir Sütçüler.
4.–5. Tag Wanderung durch das Taurusgebirge nach Adada Von Sütçüler aus wandern wir zwei Tage auf einer römischen Straßentrasse durch das pisidische Taurusgebirge nach Adada. Gegen Mittag des 4. Tages erreichen wir ein abgelegenes Hochtal, wo wir als Gäste einer Bergbauernfamilie unser Basislager für die beiden kommenden Nächte einrichten. Wer mag, steigt in die steile Degirmenderesi-Schlucht hinab und erfrischt sich durch ein Bad im eiskalten Wildbach (gesamt ca. 10 km). Die zweite und längere Etappe der Wanderung (ca. 12,5 km) führt uns am kommenden Tag zur antiken Stadt Adada. Der spektakuläre Aufstieg zu den Ruinen erfolgt über einen hervorragend erhaltenen Abschnitt der antiken Überlandstraße.
6.–8. Tag Im pisidischen Seengebiet Nach der anstrengenden Wanderung bietet das pisidische Seengebiet Gelegenheit zum Entspannen und Baden. Auf der Fahrt zum Egirdirsee erkunden wir die von unzähligen Fledermäusen bevölkerte, mehr als 1 km tiefe Tropfsteinhöhle von Aksu. Egirdir ist ein beschauliches Städtchen, das neben sehenswerten mittelalterlichen Baudenkmälern auch zahlreiche Fischrestaurants zu bieten hat. Von hier geht es am 7. Tag weiter ins pisidische Antiochien mit seinem in der Bergeinsamkeit gelegenen Heiligtum des Mondgottes Men. Unser Lager schlagen wir am Westufer des Beysehirsees auf, unweit der Palastruinen von Kubadabad. Schon die Seldschukensultane genossen hier, am Fuß schneebedeckter Dreitausendergipfel, ihre Sommerfrische. Die mittelalterliche Altstadt von Beysehir birgt eine der schönsten Holzsäulen-Moscheen Anatoliens. Ein Abstecher auf der Weiterfahrt nach Konya, wo wir am Abend des 8. Tages unser Hotel erreichen, führt uns zu dem hetithischen Quellheiligtum Eflatun Pinari.
9.–10. Tag Konya und der Sultan Han Konya, die prächtige Metropole des Rumseldschuken-Sultanats, ist heute Provinzhaupstadt – eine sehr lebendige Stadt mit vielen Gesichtern. Das ehemalige Mutterkonvent der "Tanzenden Derwische" mit dem Grab des Ordensstifters Mevlana Rumi macht Konya zu einem bedeutenden Wallfahrtsziel. Im Viertel rund um den Alaeddin-Hügel mit seinen von Studenten frequentierten Cafés lernt man die andere, lässige Seite der Stadt kennen. Hier sind auch die bedeutendsten seldschukischen Moscheen und Medresen zu finden, die wir bei unserem Stadtrundgang aufsuchen. Am Nachmittag erholen wir uns in einem historischen Dampfbad (Hamam) vom hektischen Stadtleben. Unser Hotel liegt in einer Seitenstraße in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mevlana-Kloster. Am 10. Tag verlassen wir Konya, um der alten Handelsroute durch die schier endlose lykaonische Hochebene nach Kappadokien zu folgen. An dieser Strecke reihen sich einige besonders prächtige Herbergspaläste auf; der Sultan Han bei Aksaray ist die größte seldschukische Karawanserei überhaupt. Am Nachmittag erreichen wir dann die westkappadokische Tuffsteinlandschaft, wo wir mit Blick auf die schneebedeckten Vulkangipfel des Hasan Dagi beim byzantinischen Felsenkloster Canli Kilise unsere Zelte aufschlagen.
11.–12. Tag Westkappadokien mit dem Ihlara-Tal Am Fuß des Hasan Dagi liegt in heroischer Landschaftskulisse die frühbyzantinische Stadtwüstung Mokissos, einst ein Bischofssitz mit mehr als einem Dutzend Kirchen. Von hier kommen wir nachmittags in das sympathische Städtchen Güzelyurt, in dem wir für zwei Nächte Quartier nehmen. Das intakte Ortsbild mit traditionellen Steinhäusern, mittelalterliche Felsenklöster und eine heute als Moschee genutzte orthodoxe Kirche aus dem späten 19. Jh. spiegeln die Geschichte Güzelyurts, das noch vor drei Generationen von einer gemischten griechisch-türkischen Bevölkerung bewohnt war. Von der Terrasse unseres Hotels am Rande der Altstadt bietet sich ein grandioses Panorama auf die kappadokische Tuffsteinlandschaft, die wir am 12. Tag zu Fuß erkunden. 150 m hat sich der Fluss Melendiz in das Hochplateau eingeschnitten und so das Ihlara-Tal geformt, eines der Naturwunder Kappadokiens. Früh am Morgen brechen wir auf, um die vielfach gewundene Schlucht auf einer Länge von knapp 10 km zu durchwandern. Unterwegs steigen wir zu einigen in die steilen Felswände eingetieften byzantinischen Kirchen hinauf, die zum Teil noch Freskenschmuck aufweisen. Am Ausgang der Schlucht erwartet uns in Selime das größte und bizarrste Felsenkloster der ganzen Region, eine mehrstöckige Anlage inmitten hoher Tuffkegel.
13.–15. Tag Zentralkappadokien mit Hacibektas und Ende der Reise Von Güzelyurt verlegen wir unser Quartier ins zentralkappadokische Göreme. Auf der Fahrt dorthin steigen wir in Derinkuyu in die größte unterirdische Stadtanlage Kappadokiens hinab, ein acht Stockwerke tiefes Labyrinth aus schmalen Gängen, Treppen und niedrigen Räumen, das mehrere tausend Menschen beherbergen konnte. Die Landschaft um Göreme ist für ihre zahllosen durch Erosion geformten "Feenkamine" (Tuffkegel) berühmt, von denen viele zu Wohnzwecken wie Bienenwaben ausgehöhlt wurden. Unser in traditioneller Steinhausarchitektur errichtetes Hotel überblickt den ganzen Ort; einige Zimmer sind hier ebenfalls in den Fels gebaut. Das heute als Museumspark hergerichtete Klostertal von Göreme birgt eine Reihe prächtig ausgemalter byzantinischer Felsenkirchen. Am 15. Tag machen wir einen Abstecher nach Zelve, dessen Wohnhöhlen noch bis 1950 besiedelt waren, und fahren dann weiter nach Hacibektas. Diese Landstadt steht ganz im Zeichen des heiligen Hadschi Bektasch Veli, nach dem sie auch benannt ist. Heute offiziell ein Museum, dient das ehemalige Hauptkloster der Bektaschi-Derwische mit der Grabstätte des Ordenspatrons nach wie vor als volkstümlicher Wallfahrtsort. Am Rückreisetag morgens Bustransfer zum Flughafen Kayseri oder Nevsehir. Von dort Flug nach Istanbul und nachmittags Weiterflug nach Deutschland.
In Ausnahmefällen beginnt die Tour in Kayseri bzw. Nevsehir und endet in Antalya. Hierdurch ergeben sich leichte Verschiebungen im Programm. Die genauer Programmbeschreibung können Sie gerne bei uns anfordern.
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Aktuelles
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Sicherheit
Sicherheitshinweise
Örtlich muss mit erhöhten Sicherheitsrisiken gerechnet werden.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.
Süßwasser ist häufig belastet durch Keime oder Schadstoffe.
Nahrung:
Sichere Nahrung wurde erhitzt (Beispiel: Pfannengericht) oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
Feuchtheißes Klima begünstigt das Wachstum von Krankheitserregern.
Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein: Vorsicht!
Luft:
Smog in Ballungsräumen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Gesundheitswesen:
Qualitativ gute Gesundheitsversorgung ist nur in größeren Städten erreichbar: Reiseversicherung!
Vom Gesundheitswesen können Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
Klima
Das Klima ist charakterisiert durch große Temperaturschwankungen zwischen den Regionen und Jahreszeiten. Die Küstengebiete haben mildere Winter und angenehm warme Sommer, im Landesinneren sind die Winter kälter und die Sommer heißer. Der Osten des Landes hat ein ausgesprochen kontinentales Klima mit heißen Sommern bis 40 °C und kalten Wintern bis -28 °C. Die Temperaturen in Ankara liegen im Januar zwischen -4 und 4 °C, im August bei 15 bis 31 °C. Die beste Reisezeit ist der Frühling und der Herbst. Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation ANKARA Höhe über NN in m: 902 Geographische Position: 32° 53’ E, 39° 57’ N
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Temp. ø Max. (°C)
4,0
6,4
11,9
17,2
21,8
26,2
29,8
29,8
25,8
19,6
12,9
6,4
Temp. ø Min. (°C)
-3,5
-2,3
0,8
5,4
9,2
12,5
15,3
15,1
11,3
6,8
2,1
-0,8
Regentage
8
7
8
8
9
6
3
2
2
5
6
8
Niederschlag (mm)
47
36
36
48
55
37
14
12
19
27
33
49
Sonnenstunden ø
2,9
3,8
5,5
6,7
8,8
10,6
11,8
11,2
9,6
6,9
4,7
2,5
Wasser-Temp. ø (°C)
Klimabelastung*
--
--
--
--
--
--
h + t
h + t
--
--
--
--
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Voice of America (VOA), 330 Independence Avenue, SW, Washington, DC 20237 USA, E-mail: musicmix@voanews.com, www1.voanews.com/english/news/
Radio France Internationale (RFI), 104, Avenue du Président Kennedy, 75016 Paris, France, Tel. +33 / +1 / 5640 1212, Fax +33 / +1 / 5640 4759, www.rfi.fr
Kontaktadressen
Die Kontaktdaten der Botschaften und der Konsulate erhalten Sie auf folgenden Seiten:
Hauptanschrift der Deutschen Botschaft (Kanzlei): Almanya Federal Cumhuriyeti www.ankara.diplo.de
Linienflug ab Frankfurt (andere Abflughäfen möglich, teils gegen Aufpreis)
Inlandsflüge
Flughafentransfers
Rundreise im Kleinbus
9 Hotelübernachtungen
5 Zeltübernachtungen
Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküche
Vollpension, an den Tagen 9-14 Halbpension
Trinkwasser während der Rundreise
alle Exkursionen, Eintritte und Besichtigungen gemäß Programm
landeskundige Deutsch sprechende Reiseleitung
Zusätzliche Leistungen
Preis in €
Einzelzimmer/-zeltzuschlag
130,-
Zug zum Flug innerdeutsch (2.Kl. inkl. ICE, innerdeutsch)
69,-
Nicht enthaltene Leistungen
Trinkgelder und Ausgaben persönlicher Art
ca. 5-10 EUR pro Tag für nicht enthaltene Mahlzeiten
TeilnehmerInnen
Min. Teilnehmerzahl: 10
Max. Teilnehmerzahl: 20
Ihr atmosfair Beitrag
Für den Hin- und Rückflug für eine Person nach Türkei entstehen klimarelevante Emissionen in Höhe von etwa 1300 kg. Durch einen freiwilligen Beitrag von 34 EUR an ein Klimaschutzprojekt, z.B. in Indien können Sie zur Entlastung unseres Klimas beitragen. Mehr dazu finden Sie unter
www.atmosfair.de
Diese komfortable Rundreise mit nur wenigen Zeltübernachtungen erfordert keine besondere Kondition. Wir reisen in einem bequemen Kleinbus; nur selten sind längere Fahrstrecken zu bewältigen. Die häufig eingestreuten leichten Wanderungen und die drei etwas anspruchsvolleren Wandertage können auf Wunsch ausgelassen werden. Unsere Unterkünfte sind zumeist kleinere, liebevoll geführte Hotels mit viel Charme.
Gesamtstrecke ca. 1300 km, Zeltübernachtungen im Taurusgebirge, am Beysehirsee und in Kappadokien in der freien Natur (ohne Sanitäranlagen)